Wie lange dauert es, bis Kollagen wirkt? Haut, Gelenke und Sehnen im Studienvergleich

Wie lange dauert es, bis Kollagen wirkt? Haut, Gelenke und Sehnen im Studienvergleich

Wer Kollagenpulver einnimmt, möchte meistens vor allem eines wissen: Wann kann ich mit ersten Veränderungen rechnen?

Kurz beantwortet: Wie schnell wirkt Kollagen?

Eine allgemeingültige Zeitangabe gibt es nicht. In klinischen Studien mit spezifischen Kollagenpeptiden wurden je nach untersuchtem Bereich unterschiedliche Zeiträume betrachtet.

Haut: teilweise erste messbare Veränderungen nach etwa 4 Wochen, häufig Untersuchungen über 8 Wochen.

Gelenke: häufig Untersuchungszeiträume von etwa 12 Wochen.

Sehnen und Bänder: je nach Studie etwa 3 bis 6 Monate.

Bei spezifischen VERISOL-Kollagenpeptiden wurden Veränderungen bestimmter Hautparameter bereits nach vier Wochen gemessen. Studien mit spezifischen Kollagenpeptiden für Gelenke untersuchten entsprechende Parameter häufig über zwölf Wochen. Bei TENDOFORTE wurden Sehnen- und Bandstrukturen beziehungsweise funktionelle Parameter in Studien über drei bis sechs Monate untersucht.

Diese Zeiträume sind jedoch keine Garantie dafür, dass jeder Mensch nach exakt vier, zwölf oder 24 Wochen einen Effekt bemerkt. Sie beschreiben vielmehr die Zeiträume, innerhalb derer bestimmte Kollagenpeptide unter kontrollierten Studienbedingungen untersucht wurden.

Warum gibt es keine allgemeine Antwort wie „Kollagen wirkt nach 8 Wochen“?

Der häufig genannte Zeitraum von acht Wochen stammt vor allem aus Studien zur Haut.

Er lässt sich nicht automatisch auf Gelenke, Knorpel, Sehnen oder Bänder übertragen.

Der Grund ist einfach: Unterschiedliche Gewebe besitzen unterschiedliche Strukturen, Stoffwechselprozesse und Umbaugeschwindigkeiten.

Hinzu kommt, dass „Kollagenpulver“ keine einheitliche Substanz bezeichnet. Produkte können sich deutlich unterscheiden hinsichtlich:

– Herkunft des Kollagens
– Hydrolyseverfahren
– Zusammensetzung der Peptide
– Molekulargewicht
– Tagesdosis
– Begleitstoffe
– wissenschaftliche Untersuchung des konkreten Rohstoffs

Deshalb ist die Frage „Wie schnell wirkt Kollagen?“ eigentlich zu allgemein.

Präziser wäre:

Wie lange wurde genau das Kollagenpeptid untersucht, das ich einnehme?

Genau deshalb unterscheiden wir in diesem Artikel zwischen spezifischen Kollagenpeptiden für Haut, Gelenke sowie Sehnen und Bänder.

Wenn du zunächst verstehen möchtest, warum bei hydrolysiertem Kollagen nicht nur die Angabe Typ 1, 2 oder 3 entscheidend ist, findest du dazu unseren ausführlichen Ratgeber:

Kollagen Typ 1, 2 und 3: Unterschiede und warum bei Kollagenpeptiden nicht nur der Typ entscheidet

Wie lange dauert es, bis Kollagen für die Haut wirkt?

Für die Haut liegen vergleichsweise viele Untersuchungen zu spezifischen Kollagenpeptiden vor.

Besonders bekannt sind die Studien zu VERISOL, einer definierten Zusammensetzung bioaktiver Kollagenpeptide des Rohstoffherstellers GELITA.

VERISOL: erste Messungen bereits nach 4 Wochen

In einer randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Studie erhielten 69 Frauen im Alter von 35 bis 55 Jahren täglich entweder 2,5 Gramm beziehungsweise 5 Gramm spezifische Kollagenpeptide oder ein Placebo.

Gemessen wurden unter anderem:

– Hautelastizität
– Hautfeuchtigkeit
– transepidermaler Wasserverlust
– Hautrauigkeit

Die Messungen erfolgten zu Beginn sowie nach vier und acht Wochen.

Bei der Hautelastizität zeigten sich in den Gruppen mit den spezifischen Kollagenpeptiden nach vier und acht Wochen Unterschiede gegenüber Placebo.

PubMed: Studie zu spezifischen Kollagenpeptiden und Hautelastizität

Eine weitere placebokontrollierte Studie mit 114 Frauen zwischen 45 und 65 Jahren untersuchte 2,5 Gramm VERISOL täglich über acht Wochen. Das Volumen von Augenfalten wurde zu Beginn, nach vier und nach acht Wochen sowie nochmals vier Wochen nach Ende der Einnahme bestimmt.

Auch hier wurden bereits nach vier Wochen Unterschiede zwischen Kollagen- und Placebogruppe gemessen.

PubMed: Studie zu Augenfalten und dermaler Matrix

Was bedeutet das praktisch?

Bei spezifischen Kollagenpeptiden für die Haut ist ein Zeitraum von mindestens vier bis acht Wochen wesentlich realistischer als die Erwartung, nach wenigen Tagen sichtbare Veränderungen festzustellen.

Dabei sollte man zwischen drei Dingen unterscheiden:

Messbar bedeutet, dass sich ein Parameter mit wissenschaftlichen Messverfahren verändert hat.

Sichtbar bedeutet, dass eine Veränderung äußerlich erkennbar ist.

Spürbar bezeichnet dagegen die subjektive Wahrnehmung einer Person.

Diese drei Zeitpunkte müssen nicht identisch sein.

Mehr zur Studienlage speziell für Haut, Falten und Elastizität findest du hier:

Kollagenpulver für die Haut: Was bringt die Einnahme wirklich?

Wie lange dauert es, bis Kollagen für Gelenke wirkt?

Beim Thema Gelenke werden andere Zeiträume untersucht als bei der Haut.

FORTIGEL ist eine spezifische Zusammensetzung bioaktiver Kollagenpeptide von GELITA, die insbesondere im Zusammenhang mit Gelenken und Gelenkknorpel erforscht wurde.

Studien zu Gelenken häufig über etwa 12 Wochen

Eine randomisierte, doppelblinde und placebokontrollierte Untersuchung schloss 180 sportlich aktive Frauen und Männer zwischen 18 und 30 Jahren mit belastungsabhängigen Kniebeschwerden ein.

Die Teilnehmenden erhielten täglich entweder fünf Gramm spezifische Kollagenpeptide oder ein Placebo.

Die Studiendauer betrug zwölf Wochen.

Am Ende des Untersuchungszeitraums war die Abnahme belastungsabhängiger Knieschmerzen in der Kollagengruppe statistisch stärker als in der Placebogruppe.

PubMed: 12-Wochen-Studie zu spezifischen Kollagenpeptiden und Kniebeschwerden

GELITA führt daneben weitere Untersuchungen zu FORTIGEL auf. Dazu gehören ebenfalls zwölfwöchige Studien sowie längerfristige Untersuchungen, bei denen unter anderem strukturelle Knorpelparameter betrachtet wurden.

GELITA: FORTIGEL – Informationen und Studienübersicht

Bedeutet das, dass FORTIGEL genau nach 12 Wochen wirkt?

Nein.

Zwölf Wochen waren der Untersuchungszeitraum mehrerer klinischer Studien. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass vorher grundsätzlich nichts geschieht oder jeder Teilnehmer exakt nach zwölf Wochen eine Veränderung bemerken muss.

Die sinnvollere Aussage lautet:

Für gelenkbezogene Fragestellungen sollte Kollagen eher über mehrere Monate als nur über wenige Tage beurteilt werden.

Ein Zeitraum von ungefähr zwölf Wochen orientiert sich deutlich besser an klinischen Untersuchungen als ein Test über ein oder zwei Wochen.

Wie lange dauert es bei Sehnen und Bändern?

Sehnen und Bänder besitzen einen vergleichsweise langsamen Stoffwechsel.

Dementsprechend sind auch die Studienzeiträume zu spezifischen Kollagenpeptiden für diese Gewebe länger.

TENDOFORTE ist eine spezifische Peptidzusammensetzung von GELITA, die im Zusammenhang mit Sehnen und Bändern untersucht wurde.

TENDOFORTE bei chronischer Sprunggelenksinstabilität: 6 Monate

In einer randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Studie nahmen 50 sportlich aktive Männer und Frauen mit chronischer Sprunggelenksinstabilität teil.

Sie erhielten täglich entweder 5 Gramm spezifische Kollagenpeptide oder 5 Gramm Placebo.

Die Intervention dauerte sechs Monate.

Nach sechs Monaten verbesserten sich bestimmte subjektive Funktionsparameter des Sprunggelenks in der Kollagengruppe gegenüber der Placebogruppe. Anschließend folgte zusätzlich eine dreimonatige Nachbeobachtung.

PubMed: Studie zu spezifischen Kollagenpeptiden und chronischer Sprunggelenksinstabilität

TENDOFORTE und Achillessehne: Veränderungen nach 3 Monaten untersucht

Eine weitere Studie untersuchte 20 Personen mit chronischer Achillessehnen-Tendinopathie.

Hier wurden spezifische Kollagenpeptide mit einem strukturierten Wadenkräftigungs- und Return-to-Running-Programm kombiniert.

Die Untersuchung dauerte insgesamt sechs Monate und verwendete ein Crossover-Design. Eine Gruppe erhielt zunächst drei Monate die Kollagenpeptide und anschließend Placebo, die andere Gruppe in umgekehrter Reihenfolge.

Bereits nach dem ersten dreimonatigen Abschnitt wurden Unterschiede bei einem klinischen Funktionsscore beobachtet.

PubMed: Spezifische Kollagenpeptide in Kombination mit Training bei Achillessehnenbeschwerden

Wichtig für die Einordnung:

Die Kollagenpeptide wurden hier nicht isoliert, sondern gemeinsam mit einem konsequenten Trainingsprogramm untersucht. Deshalb lässt sich das Ergebnis nicht einfach auf die alleinige Einnahme eines Kollagenpulvers übertragen.

Was lässt sich daraus ableiten?

Bei Sehnen und Bändern sind mehrere Monate ein wesentlich realistischerer Beobachtungszeitraum als wenige Wochen.

Die vorliegenden Untersuchungen mit spezifischen Kollagenpeptiden betrachten Zeiträume von etwa drei bis sechs Monaten.

GELITA: TENDOFORTE – wissenschaftliche Informationen zu Sehnen und Bändern

Haut, Gelenke oder Sehnen: Warum die Zeiträume unterschiedlich sind

Kollagen ist zwar in all diesen Geweben ein wichtiger Strukturbaustein, trotzdem unterscheiden sich die Gewebe biologisch deutlich.

Die Haut besitzt einen anderen Stoffwechsel als Gelenkknorpel oder eine Achillessehne.

Deshalb wäre folgende Aussage zu einfach:

„Kollagen braucht acht Wochen, bis es wirkt.“

Treffender ist:

Die in Studien beobachteten Zeiträume hängen vom untersuchten Gewebe, vom verwendeten Kollagenpeptid, von der Dosierung und vom jeweiligen Studienendpunkt ab.

Als grobe Orientierung anhand spezifischer Peptidstudien lässt sich zusammenfassen:

Haut: etwa 4 bis 8 Wochen

Gelenkbezogene Parameter: etwa 12 Wochen

Sehnen und Bänder: etwa 3 bis 6 Monate

Diese Angaben beschreiben Studienzeiträume und keine garantierte individuelle Wirkzeit.

Ist jedes Kollagenpulver nach diesen Zeiträumen vergleichbar?

Nein.

Das ist für die Einordnung besonders wichtig.

Eine Studie mit VERISOL lässt sich nicht automatisch auf jedes beliebige Kollagenpulver übertragen.

Ebenso können Untersuchungen mit FORTIGEL oder TENDOFORTE nicht ohne Weiteres als Nachweis für ein Produkt dienen, das lediglich unspezifisches Kollagenhydrolysat enthält.

Wissenschaftlich sauberer ist deshalb immer die Frage:

Wurde genau der im Produkt verwendete Kollagenrohstoff untersucht?

Die Markenpeptide VERISOL, FORTIGEL und TENDOFORTE besitzen jeweils definierte Peptidprofile und wurden separat für unterschiedliche wissenschaftliche Fragestellungen untersucht.

Eine ausführliche Gegenüberstellung findest du hier:

Kollagenpulver im Vergleich: Worauf es bei VERISOL, TENDOFORTE & FORTIGEL wirklich ankommt

Welche Rolle spielt die tägliche Einnahme?

In den genannten klinischen Untersuchungen wurden die Kollagenpeptide regelmäßig und täglich eingenommen.

Das ist ein wichtiger Unterschied zu einer gelegentlichen Einnahme.

Wer ein Kollagenprodukt nach zwei Wochen nur unregelmäßig verwendet und anschließend beurteilt, ob es „wirkt“, orientiert sich nicht an den Bedingungen, unter denen die wissenschaftlichen Daten entstanden sind.

Für die Bewertung eines Kollagenprodukts sind deshalb vor allem relevant:

– konsequente tägliche Einnahme
– verwendeter Peptidrohstoff
– Tagesdosis
– ausreichender Beobachtungszeitraum
– untersuchter Zielbereich

Spielt die Dosierung eine Rolle?

Ja.

Auch bei Kollagenpeptiden ist nicht nur entscheidend, was enthalten ist, sondern auch wie viel davon täglich aufgenommen wird.

Die oben genannten Studien verwendeten beispielsweise unterschiedliche Dosierungen.

VERISOL wurde unter anderem mit 2,5 Gramm täglich untersucht.

Die zwölfwöchige Gelenkstudie verwendete fünf Gramm spezifische Kollagenpeptide täglich.

Die Untersuchung zur chronischen Sprunggelenksinstabilität verwendete ebenfalls fünf Gramm spezifische Kollagenpeptide täglich.

Das zeigt einen weiteren Grund, warum Studienergebnisse nicht pauschal auf jedes Produkt übertragen werden sollten.

Welche Rolle spielt Vitamin C?

Vitamin C und Kollagenpeptide erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

Kollagenpeptide liefern unter anderem Aminosäuren und Peptidfragmente. Vitamin C besitzt dagegen eine anerkannte physiologische Funktion bei der körpereigenen Kollagenbildung.

Für Vitamin C ist innerhalb der Europäischen Union unter anderem die Aussage zugelassen, dass Vitamin C zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut beiträgt.

Entsprechende zugelassene Aussagen bestehen auch für Knorpel und Knochen.

Warum die Kombination aus Kollagen und Vitamin C sinnvoll ist, erklären wir ausführlich hier:

Kollagen und Vitamin C: Warum hochwertige Kollagenprodukte beides kombinieren

Wann sollte man beurteilen, ob Kollagen für einen selbst sinnvoll ist?

Wer ein spezifisches Kollagenprodukt testen möchte, sollte seine Erwartung an den untersuchten Zielbereich anpassen.

Für die Haut sind etwa acht Wochen ein sinnvollerer Beurteilungszeitraum als wenige Tage.

Bei Gelenken sollte eher mit ungefähr drei Monaten gerechnet werden.

Bei Sehnen und Bändern können drei bis sechs Monate ein realistischerer Beobachtungszeitraum sein.

Dabei gilt immer:

Die in Studien gemessenen Gruppenunterschiede bedeuten nicht, dass jeder Mensch persönlich eine Veränderung wahrnehmen muss.

Alter, Ernährung, Trainingszustand, Ausgangssituation, Lebensstil und individuelle Stoffwechselunterschiede können eine Rolle spielen.

Wirkt Kollagen schneller, wenn man mehr davon einnimmt?

Dafür lässt sich keine allgemeine Regel ableiten.

Mehr Kollagen bedeutet nicht automatisch eine schnellere oder stärkere Veränderung.

Entscheidend ist, welche Dosierung für das jeweilige Kollagenpeptid wissenschaftlich untersucht wurde.

Bei einer Studie mit spezifischen Kollagenpeptiden wurden beispielsweise sowohl 2,5 als auch 5 Gramm untersucht. Bei der Hautelastizität zeigte die höhere Dosierung keinen eindeutigen zusätzlichen Vorteil gegenüber 2,5 Gramm.

Die Aussage „doppelte Menge bedeutet doppelte Wirkung“ wäre deshalb wissenschaftlich nicht gerechtfertigt.

Was passiert, wenn man Kollagen wieder absetzt?

Dazu gibt es deutlich weniger Daten.

In einer VERISOL-Studie wurden die Teilnehmerinnen vier Wochen nach Ende der achtwöchigen Einnahme erneut untersucht. Bestimmte zuvor gemessene Unterschiede waren auch zu diesem Zeitpunkt noch nachweisbar.

Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, wie lange mögliche Veränderungen langfristig nach dem Absetzen bestehen bleiben.

Für Gelenke, Sehnen und Bänder fehlen ebenfalls ausreichende Daten, um eine allgemeingültige Aussage wie „der Effekt hält X Monate an“ treffen zu können.

Häufige Fragen: Wie lange dauert es, bis Kollagen wirkt?

Wie schnell wirkt Kollagen auf die Haut?

In Studien mit spezifischen VERISOL-Kollagenpeptiden wurden Unterschiede bestimmter Hautparameter bereits nach vier Wochen gemessen. Viele Untersuchungen laufen über acht Wochen. Für die persönliche Beurteilung ist deshalb ein Zeitraum von etwa vier bis acht Wochen wesentlich realistischer als wenige Tage.

Wann wirkt Kollagen für die Gelenke?

Studien mit spezifischen Kollagenpeptiden zu belastungsabhängigen Gelenkparametern laufen häufig über zwölf Wochen. Ein Beobachtungszeitraum von etwa drei Monaten orientiert sich deshalb besser an der Forschung als eine Einnahme über nur einige Tage.

Wie lange dauert Kollagen bei Sehnen?

Studien mit spezifischen TENDOFORTE-Kollagenpeptiden untersuchten funktionelle Veränderungen über drei bis sechs Monate. Bei chronischer Sprunggelenksinstabilität betrug die Intervention sechs Monate. In einer Studie zur Achillessehne wurden erste Auswertungen nach drei Monaten vorgenommen.

Kann Kollagen schon nach einer Woche wirken?

Eine sichtbare oder zuverlässig messbare Veränderung nach wenigen Tagen entspricht nicht den Zeiträumen der bekannten klinischen Untersuchungen zu Haut, Gelenken oder Sehnen. Die Studien arbeiten mit einer regelmäßigen Einnahme über mehrere Wochen beziehungsweise Monate.

Muss Kollagen jeden Tag eingenommen werden?

Die klinischen Studien, auf die sich die Angaben in diesem Artikel beziehen, verwendeten eine tägliche Einnahme. Wer sich an den untersuchten Bedingungen orientieren möchte, sollte Kollagen deshalb regelmäßig und entsprechend der jeweiligen Verzehrempfehlung einnehmen.

Wirkt jedes Kollagenpulver gleich schnell?

Nein. Kollagenprodukte unterscheiden sich unter anderem hinsichtlich Rohstoff, Peptidprofil, Dosierung und wissenschaftlicher Untersuchung. Ergebnisse mit spezifischen Markenpeptiden lassen sich nicht automatisch auf jedes generische Kollagenhydrolysat übertragen.

Wie lange sollte man Kollagen testen?

Als Orientierung anhand der hier betrachteten Studien:

Haut: etwa 8 Wochen

Gelenke: etwa 12 Wochen

Sehnen und Bänder: etwa 3 bis 6 Monate

Diese Zeiträume sind keine Wirkungsgarantie, sondern orientieren sich an den jeweiligen Studiendesigns.

Fazit: Wie lange braucht Kollagen wirklich?

Die häufige Aussage „Kollagen wirkt nach acht Wochen“ ist zu pauschal.

Die wissenschaftlichen Untersuchungen zeigen ein differenzierteres Bild.

Bei der Haut wurden mit spezifischen Kollagenpeptiden erste Veränderungen teilweise nach vier Wochen gemessen.

Bei Gelenken werden häufig Zeiträume von etwa zwölf Wochen untersucht.

Bei Sehnen und Bändern umfassen klinische Untersuchungen teilweise drei bis sechs Monate.

Entscheidend ist dabei nicht nur die Dauer der Einnahme. Ebenso wichtig sind der verwendete Kollagenrohstoff, dessen spezifisches Peptidprofil, die Tagesdosis und die Frage, ob genau dieser Rohstoff wissenschaftlich untersucht wurde.

Deshalb lautet die sinnvollere Frage nicht nur:

„Wie lange muss ich Kollagen einnehmen?“

Sondern:

„Welches Kollagenpeptid nehme ich ein, in welcher Dosierung wurde es untersucht und über welchen Zeitraum?“

Genau diese drei Punkte ermöglichen eine wesentlich fundiertere Einordnung als pauschale Versprechen wie „sichtbare Ergebnisse nach 14 Tagen“.

Weiterführende UltraMed-Ratgeber

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Wissenschaftliche Quellen

VERISOL / Haut:

PubMed: Hautelastizität nach vier und acht Wochen

PubMed: Augenfalten und dermale Matrix

FORTIGEL / Gelenke:

PubMed: 12-Wochen-Studie zu spezifischen Kollagenpeptiden und Kniebeschwerden

GELITA: FORTIGEL

TENDOFORTE / Sehnen und Bänder:

PubMed: Chronische Sprunggelenksinstabilität

PubMed: Achillessehne und spezifische Kollagenpeptide in Kombination mit Training

GELITA: TENDOFORTE

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Die dargestellten Studienergebnisse beziehen sich auf die jeweils untersuchten spezifischen Kollagenpeptide und Personengruppen und lassen sich nicht automatisch auf jedes Kollagenprodukt oder jede Person übertragen. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.

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