Wie viel Kollagen sollte man täglich einnehmen? Dosierung für Haut, Gelenke und Sehnen im Studienvergleich

Wie viel Kollagen sollte man täglich einnehmen? Dosierung für Haut, Gelenke und Sehnen im Studienvergleich

Wie viel Kollagen pro Tag ist sinnvoll? 2,5 Gramm, 5 Gramm, 10 Gramm oder sogar noch mehr?

Wer verschiedene Kollagenpulver miteinander vergleicht, findet sehr unterschiedliche Verzehrempfehlungen. Das kann schnell den Eindruck vermitteln, dass eine möglichst hohe Kollagenmenge automatisch besser sein müsse.

Die wissenschaftliche Studienlage zeigt jedoch ein differenzierteres Bild.

Kurz beantwortet: Wie viel Kollagen pro Tag?

Es gibt keine allgemeingültige Kollagen-Tagesdosis, die für jedes Produkt und jeden Anwendungsbereich gleichermaßen gilt.

Bei spezifischen Kollagenpeptiden wurden je nach untersuchtem Bereich beispielsweise folgende Tagesmengen verwendet:

Haut: 2,5 bis 5 Gramm spezifische Kollagenpeptide pro Tag wurden in klinischen Studien untersucht.

Gelenke: In mehreren Untersuchungen wurden 5 Gramm spezifische Kollagenpeptide täglich verwendet.

Sehnen und Bänder: Auch hier wurden in klinischen Untersuchungen 5 Gramm spezifische Kollagenpeptide pro Tag eingesetzt.

Entscheidend ist deshalb nicht nur die Gesamtmenge an Kollagen, sondern vor allem die Frage:

Welcher konkrete Kollagenrohstoff wurde in welcher Tagesdosis wissenschaftlich untersucht?

Ein Produkt mit 10 Gramm beliebigem Kollagenhydrolysat ist deshalb nicht automatisch besser als ein Produkt mit einer niedrigeren Menge spezifischer, definierter Kollagenpeptide.

Warum gibt es keine allgemeine Empfehlung wie „10 Gramm Kollagen täglich“?

Kollagenpulver ist kein einheitlicher Rohstoff.

Zwischen verschiedenen Produkten können erhebliche Unterschiede bestehen, beispielsweise hinsichtlich:

– Ausgangsmaterial
– Herstellungsverfahren
– Hydrolyse
– Molekulargewicht
– Zusammensetzung der Peptide
– Peptidprofil
– Tagesdosis
– wissenschaftlicher Untersuchung des konkreten Rohstoffs

Deshalb kann die reine Grammzahl irreführend sein.

Zehn Gramm Kollagenhydrolysat A müssen wissenschaftlich nicht mit zehn Gramm Kollagenhydrolysat B vergleichbar sein.

Das gilt insbesondere für spezifische bioaktive Kollagenpeptide. Diese werden mit definierten Peptidprofilen hergestellt und anschließend in bestimmten Tagesmengen für konkrete wissenschaftliche Fragestellungen untersucht.

Wer verstehen möchte, warum bei hydrolysiertem Kollagen nicht allein die Bezeichnung Typ 1, 2 oder 3 entscheidend ist, findet dazu hier eine ausführliche Erklärung:

Kollagen Typ 1, 2 und 3: Unterschiede und warum bei Kollagenpeptiden nicht nur der Typ entscheidet

Wie viel Kollagen wurde für die Haut untersucht?

Bei Untersuchungen zu Hautparametern gehören spezifische VERISOL-Kollagenpeptide zu den bekanntesten klinisch untersuchten Peptiden.

Die dabei verwendeten Mengen sind vergleichsweise niedrig.

VERISOL: 2,5 Gramm pro Tag

In einer randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Studie erhielten 69 Frauen im Alter zwischen 35 und 55 Jahren über acht Wochen entweder:

2,5 Gramm spezifische Kollagenpeptide täglich,

5 Gramm spezifische Kollagenpeptide täglich

oder ein Placebo.

Untersucht wurden unter anderem Hautelastizität, Hautfeuchtigkeit, transepidermaler Wasserverlust und Hautrauigkeit.

Sowohl bei 2,5 Gramm als auch bei 5 Gramm wurden bei der Hautelastizität Unterschiede gegenüber der Placebogruppe festgestellt.

Die Studie ist hier direkt bei PubMed abrufbar:

PubMed: 2,5 g und 5 g spezifische Kollagenpeptide und Hautparameter

Interessant ist dabei:

Eine Verdoppelung von 2,5 auf 5 Gramm führte nicht automatisch zu einem entsprechend doppelt so großen Ergebnis.

Das zeigt sehr anschaulich, warum bei spezifischen Kollagenpeptiden nicht die einfache Regel „mehr ist besser“ angewendet werden sollte.

2,5 Gramm VERISOL in einer weiteren Hautstudie

Eine weitere randomisierte, doppelblinde und placebokontrollierte Untersuchung umfasste 114 Frauen im Alter zwischen 45 und 65 Jahren.

Die Teilnehmerinnen erhielten über acht Wochen täglich 2,5 Gramm VERISOL oder ein Placebo.

Untersucht wurden unter anderem Augenfalten sowie Bestandteile der dermalen Matrix.

Auch diese Untersuchung verwendete also lediglich 2,5 Gramm des spezifischen Kollagenpeptids täglich.

PubMed: 2,5 g VERISOL täglich über acht Wochen

Der Rohstoffhersteller GELITA selbst gibt für VERISOL ebenfalls eine tägliche Dosierung von 2,5 Gramm an. Bei fischbasierten Varianten gelten abweichende Mengen.

GELITA: VERISOL – Informationen zu den spezifischen Kollagenpeptiden

Sind 5 Gramm Kollagen für die Haut besser als 2,5 Gramm?

Das lässt sich nicht pauschal sagen.

Gerade die zuvor genannte Studie ist hierfür interessant, weil sowohl 2,5 Gramm als auch 5 Gramm spezifische Kollagenpeptide untersucht wurden.

Beide Dosierungen zeigten bei der Hautelastizität statistisch signifikante Unterschiede gegenüber Placebo.

Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass eine Verdoppelung der Menge automatisch zu einer Verdoppelung möglicher Veränderungen führt.

Bei spezifischen Kollagenpeptiden sollte man sich deshalb stärker an der klinisch untersuchten Dosierung orientieren als an der Vorstellung:

„Je mehr Kollagen, desto besser.“

Mehr zur Studienlage rund um Kollagen und Haut findest du hier:

Kollagenpulver für die Haut: Was bringt die Einnahme wirklich?

Wie viel Kollagen wurde für Gelenke untersucht?

Auch bei gelenkbezogenen Fragestellungen gibt es Untersuchungen mit spezifischen Kollagenpeptiden.

Hier wurden häufig 5 Gramm täglich verwendet.

5 Gramm spezifische Kollagenpeptide über 12 Wochen

In einer randomisierten und placebokontrollierten Studie wurden 180 körperlich aktive Frauen und Männer zwischen 18 und 30 Jahren mit belastungsabhängigen Kniebeschwerden untersucht.

Die Teilnehmer erhielten über zwölf Wochen täglich entweder:

5 Gramm spezifische Kollagenpeptide

oder ein Placebo.

Nach zwölf Wochen wurden bei bestimmten belastungsabhängigen Schmerzparametern Unterschiede zwischen den Gruppen festgestellt.

PubMed: 5 g spezifische Kollagenpeptide täglich über 12 Wochen

Eine frühere Untersuchung mit 139 sportlich aktiven Personen verwendete ebenfalls 5 Gramm spezifische Kollagenpeptide pro Tag über zwölf Wochen.

PubMed: 5 g spezifische Kollagenpeptide bei sportlich aktiven Personen

Auch eine neuere Untersuchung mit Erwachsenen mit funktionellen Knie- beziehungsweise Hüftbeschwerden verwendete 5 Gramm spezifische Kollagenpeptide täglich über zwölf Wochen.

PubMed: 5 g spezifische Kollagenpeptide bei Knie- und Hüftbeschwerden

FORTIGEL: Welche Tagesdosis wird verwendet?

FORTIGEL ist eine spezifische Zusammensetzung bioaktiver Kollagenpeptide von GELITA, die insbesondere in gelenkbezogenen Untersuchungen eingesetzt wurde.

Auch GELITA nennt für FORTIGEL eine Dosierung von 5 Gramm täglich.

Auf der offiziellen FORTIGEL-Seite werden unter anderem Studien beschrieben, bei denen 5 Gramm über zwölf Wochen verwendet wurden.

GELITA: FORTIGEL – Studien und wissenschaftliche Informationen

Damit zeigt sich ein wichtiges Prinzip:

Für einen spezifischen Kollagenrohstoff ist die wissenschaftlich untersuchte Tagesdosis aussagekräftiger als die bloße Gesamtmenge „Kollagen“ auf der Vorderseite eines Produkts.

Sind 10 Gramm Kollagen für Gelenke besser als 5 Gramm?

Nicht automatisch.

Es gibt durchaus Studien zu anderen Kollagenhydrolysaten, in denen beispielsweise 10 Gramm täglich eingesetzt wurden.

Die Ergebnisse verschiedener Produkte und Studien lassen sich jedoch nicht einfach über die Grammzahl miteinander vergleichen.

Ein Beispiel verdeutlicht das:

Eine randomisierte Untersuchung mit einem anderen Kollagenpeptid verwendete 10 Gramm täglich über zwölf Wochen. In dieser Studie unterschieden sich Veränderungen der Kniebeschwerden am Ende jedoch nicht signifikant zwischen Kollagen- und Placebogruppe.

PubMed: Studie mit 10 g Kollagenpeptiden täglich

Das bedeutet nicht, dass 10 Gramm Kollagen grundsätzlich wirkungslos wären.

Es zeigt vielmehr:

Die Höhe der Dosierung allein entscheidet nicht über das Studienergebnis.

Peptidzusammensetzung, Studienpopulation, untersuchter Endpunkt und verwendeter Rohstoff spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Wie viel Kollagen wurde für Sehnen und Bänder untersucht?

Für Sehnen und Bänder wurden ebenfalls spezifische Kollagenpeptide klinisch untersucht.

Bei TENDOFORTE beträgt die von GELITA angegebene Tagesdosis 5 Gramm.

GELITA: TENDOFORTE – wissenschaftliche Informationen

5 Gramm täglich bei chronischer Sprunggelenksinstabilität

In einer randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Studie nahmen 50 sportlich aktive Frauen und Männer mit chronischer Sprunggelenksinstabilität teil.

Sie erhielten über einen Zeitraum von sechs Monaten entweder:

5 Gramm spezifische Kollagenpeptide täglich

oder 5 Gramm Placebo.

Untersucht wurden verschiedene subjektive funktionelle Parameter des Sprunggelenks.

PubMed: 5 g spezifische Kollagenpeptide täglich über sechs Monate

Eine weitere Untersuchung beschäftigte sich mit spezifischen TENDOFORTE-Kollagenpeptiden in Kombination mit einem strukturierten Trainingsprogramm bei Personen mit chronischen Achillessehnenbeschwerden.

Wichtig ist bei dieser Studie die Kombination mit Training: Die Ergebnisse dürfen deshalb nicht als Untersuchung einer isolierten Kollageneinnahme interpretiert werden.

PubMed: TENDOFORTE in Kombination mit Training bei Achillessehnenbeschwerden

Was bedeutet die Dosierung von Kollagenpeptiden eigentlich?

Bei Kollagen wird häufig nur die Gesamtmenge in Gramm betrachtet.

Bei spezifischen Peptiden ist jedoch eine weitere Ebene wichtig:

Nicht jedes Gramm Kollagen besteht aus exakt derselben Peptidzusammensetzung.

Durch die enzymatische Hydrolyse entstehen kleinere Peptide mit unterschiedlichen Molekülgrößen und Aminosäuresequenzen.

Spezifische Kollagenpeptide werden deshalb nicht einfach nach dem Prinzip entwickelt:

„Wir geben möglichst viel Kollagen in das Produkt.“

Stattdessen wird ein bestimmtes Peptidprofil hergestellt und genau dieses anschließend in einer festgelegten Dosierung untersucht.

Das ist einer der wichtigsten Unterschiede zwischen spezifischen Markenpeptiden und generischem Kollagenhydrolysat.

Mehr dazu findest du hier:

Kollagenpulver im Vergleich: Worauf es bei VERISOL, TENDOFORTE & FORTIGEL wirklich ankommt

Sind 2,5 Gramm Kollagen überhaupt genug?

Diese Frage lässt sich ebenfalls nicht anhand der Grammzahl allein beantworten.

Für ein beliebiges Kollagenpulver kann man aus einer VERISOL-Studie nicht ableiten, dass 2,5 Gramm grundsätzlich ausreichend sind.

Für VERISOL selbst wurden jedoch 2,5 Gramm täglich in mehreren klinischen Untersuchungen eingesetzt.

Das ist ein wichtiger Unterschied.

Die korrekte Aussage lautet deshalb nicht:

„2,5 Gramm Kollagen reichen aus.“

Sondern:

„2,5 Gramm der spezifischen VERISOL-Kollagenpeptide wurden in klinischen Studien zu bestimmten Hautparametern untersucht.“

Diese Unterscheidung ist entscheidend, wenn Kollagenprodukte wissenschaftlich miteinander verglichen werden sollen.

Muss man verschiedene Kollagenpeptide unterschiedlich dosieren?

Ja.

Die Beispiele VERISOL, FORTIGEL und TENDOFORTE zeigen das sehr deutlich.

VERISOL: häufig 2,5 Gramm täglich in Hautstudien.

FORTIGEL: häufig 5 Gramm täglich in gelenkbezogenen Studien.

TENDOFORTE: 5 Gramm täglich in Untersuchungen zu Sehnen und Bändern.

Die Unterschiede entstehen nicht deshalb, weil Haut grundsätzlich „weniger Kollagen braucht“ als Gelenke oder Sehnen.

Vielmehr wurden unterschiedliche spezifische Peptidformulierungen für unterschiedliche wissenschaftliche Fragestellungen entwickelt und in jeweils festgelegten Dosierungen untersucht.

Was ist bei Kombinationsprodukten wichtig?

Produkte können mehrere unterschiedliche Kollagenpeptide miteinander kombinieren.

Dabei sollte man nicht nur auf die Gesamtmenge an Kollagen schauen.

Entscheidend ist, welche spezifischen Kollagenpeptide enthalten sind und auf welche wissenschaftliche Grundlage sich die verwendete Formulierung bezieht.

Die reine Aussage:

„10 Gramm Kollagen pro Portion“

sagt beispielsweise noch nicht:

welcher Kollagenrohstoff enthalten ist,

welches Peptidprofil verwendet wird,

welche Dosierung dieses konkreten Rohstoffs untersucht wurde

oder für welche Fragestellung wissenschaftliche Daten vorliegen.

Für einen fundierten Produktvergleich ist die transparente Angabe der verwendeten Kollagenrohstoffe deshalb besonders hilfreich.

Sollte man Kollagen nach Körpergewicht dosieren?

Für die hier genannten spezifischen Kollagenpeptide erfolgt die Dosierung in den klinischen Studien normalerweise nicht anhand des Körpergewichts.

Ein Mensch mit 90 Kilogramm erhielt also nicht automatisch doppelt so viel Kollagen wie ein Mensch mit 45 Kilogramm.

In den Studien wurden vielmehr feste tägliche Mengen verwendet.

Bei VERISOL beispielsweise 2,5 Gramm beziehungsweise 5 Gramm.

Bei verschiedenen gelenkbezogenen Untersuchungen 5 Gramm.

Bei der Studie zur chronischen Sprunggelenksinstabilität ebenfalls 5 Gramm.

Eine allgemeine Formel wie:

„0,1 Gramm Kollagen pro Kilogramm Körpergewicht“

lässt sich aus diesen Untersuchungen deshalb nicht ableiten.

Bringt eine doppelte Menge Kollagen eine schnellere Wirkung?

Dafür gibt es keine allgemeine wissenschaftliche Grundlage.

Eine höhere Menge bedeutet nicht automatisch:

schnellere Ergebnisse,

stärkere Ergebnisse

oder bessere Ergebnisse.

Bei spezifischen Kollagenpeptiden sollte man sich grundsätzlich an der empfohlenen beziehungsweise wissenschaftlich untersuchten Tagesdosis orientieren.

Wer einfach die doppelte oder dreifache Menge einnimmt, kann aus der vorhandenen Studienlage nicht ableiten, dass dadurch ein zusätzlicher Nutzen entsteht.

Kann man zu viel Kollagen einnehmen?

Kollagenpeptide sind Proteinbestandteile und werden im Verdauungstrakt verarbeitet.

Das bedeutet jedoch nicht, dass unbegrenzt hohe Mengen sinnvoll sind.

Bei Nahrungsergänzungsmitteln sollte grundsätzlich die angegebene Verzehrempfehlung eingehalten werden.

Eine höhere Einnahmemenge ist insbesondere dann nicht sinnvoll begründet, wenn die entsprechende Menge gar nicht wissenschaftlich untersucht wurde.

Bei bestehenden Erkrankungen, besonderen Ernährungsanforderungen, Schwangerschaft, Stillzeit oder Unsicherheiten zur Proteinzufuhr sollte die individuelle Einnahme mit medizinischem Fachpersonal abgestimmt werden.

Muss Kollagen täglich eingenommen werden?

Die klinischen Untersuchungen, auf die sich die in diesem Artikel genannten Dosierungen beziehen, verwendeten eine regelmäßige tägliche Einnahme.

Die Studien untersuchten also beispielsweise:

2,5 Gramm täglich über acht Wochen,

5 Gramm täglich über zwölf Wochen

oder 5 Gramm täglich über sechs Monate.

Eine Einnahme nur zweimal pro Woche entspricht nicht diesen Studiendesigns.

Wer sich möglichst eng an der wissenschaftlichen Untersuchung eines bestimmten Kollagenpeptids orientieren möchte, sollte deshalb sowohl auf die Tagesdosis als auch auf die regelmäßige Einnahme achten.

Welche Rolle spielt Vitamin C bei der Kollageneinnahme?

Vitamin C besitzt eine andere Funktion als Kollagenpeptide.

Für Vitamin C existieren in der Europäischen Union zugelassene gesundheitsbezogene Aussagen.

Vitamin C trägt unter anderem zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut bei.

Ebenso trägt Vitamin C zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion von Knorpel und Knochen bei.

Deshalb kann Vitamin C eine sinnvolle Ergänzung einer Kollagenformulierung darstellen.

Mehr dazu erklären wir ausführlich hier:

Kollagen und Vitamin C: Warum hochwertige Kollagenprodukte beides kombinieren

Wie viel Kollagen sollte man nun tatsächlich täglich einnehmen?

Die wissenschaftlich sauberste Antwort lautet:

Es gibt keine universelle Tagesdosis für jedes Kollagenpulver.

Bei spezifischen Kollagenpeptiden sollte sich die Dosierung an dem konkret verwendeten Rohstoff und der dazu vorhandenen Forschung orientieren.

Als Beispiele aus klinischen Untersuchungen:

VERISOL: 2,5 Gramm täglich wurden in mehreren Hautstudien eingesetzt.

FORTIGEL beziehungsweise spezifische gelenkbezogene Kollagenpeptide: häufig 5 Gramm täglich.

TENDOFORTE: 5 Gramm täglich in Untersuchungen zu Sehnen und Bändern.

Diese Mengen dürfen jedoch nicht pauschal auf jedes beliebige Kollagenhydrolysat übertragen werden.

Häufige Fragen zur täglichen Kollagenmenge

Wie viel Kollagen pro Tag für die Haut?

In klinischen Untersuchungen mit VERISOL wurden häufig 2,5 Gramm spezifische Kollagenpeptide täglich eingesetzt. In einer Studie wurden zusätzlich 5 Gramm untersucht. Daraus sollte jedoch nicht abgeleitet werden, dass 2,5 Gramm jedes beliebigen Kollagenpulvers dieselbe wissenschaftliche Grundlage besitzen.

Wie viel Kollagen pro Tag für Gelenke?

Mehrere randomisierte Untersuchungen mit spezifischen Kollagenpeptiden verwendeten 5 Gramm täglich über zwölf Wochen. Für FORTIGEL nennt der Rohstoffhersteller GELITA ebenfalls eine Dosierung von 5 Gramm pro Tag.

Wie viel Kollagen pro Tag für Sehnen und Bänder?

TENDOFORTE wird von GELITA mit einer täglichen Dosierung von 5 Gramm angegeben. In einer randomisierten Studie zur chronischen Sprunggelenksinstabilität wurden ebenfalls 5 Gramm spezifische Kollagenpeptide täglich eingesetzt.

Sind 10 Gramm Kollagen täglich besser als 5 Gramm?

Nicht automatisch. Die Grammzahl allein sagt wenig über das verwendete Peptidprofil und dessen wissenschaftliche Untersuchung aus. Studien mit unterschiedlichen Kollagenprodukten lassen sich deshalb nicht ausschließlich anhand ihrer Tagesdosis miteinander vergleichen.

Sind 20 Gramm Kollagen am Tag sinnvoll?

Aus den hier betrachteten Untersuchungen lässt sich kein allgemeiner Vorteil einer derart hohen Tagesmenge ableiten. Eine höhere Menge ist nicht automatisch wirksamer. Entscheidend ist die für den konkreten Kollagenrohstoff untersuchte beziehungsweise empfohlene Dosierung.

Kann ich Kollagen nach meinem Körpergewicht dosieren?

Für VERISOL, FORTIGEL und TENDOFORTE werden feste Tagesmengen verwendet. Eine Dosierung nach Kilogramm Körpergewicht entspricht nicht den hier betrachteten klinischen Studien.

Sollte man Kollagen jeden Tag einnehmen?

Die genannten klinischen Untersuchungen verwendeten eine tägliche Einnahme über mehrere Wochen beziehungsweise Monate. Eine regelmäßige Einnahme entspricht deshalb eher den untersuchten Bedingungen als eine gelegentliche Verwendung.

Ist mehr Kollagen automatisch besser?

Nein. Gerade Untersuchungen mit spezifischen Kollagenpeptiden zeigen, dass nicht allein die Grammzahl entscheidend ist. Peptidprofil, Rohstoff, Dosierung, Dauer und untersuchter Zielbereich müssen gemeinsam betrachtet werden.

Fazit: Bei Kollagen zählt nicht nur die Grammzahl

Die Frage „Wie viel Kollagen sollte man täglich einnehmen?“ lässt sich nicht seriös mit einer einzigen Zahl beantworten.

Eine pauschale Empfehlung wie:

„Jeder braucht täglich 10 Gramm Kollagen“

greift wissenschaftlich zu kurz.

Bei spezifischen Kollagenpeptiden wurden je nach Peptid und Fragestellung unterschiedliche Mengen untersucht.

Für bestimmte Hautparameter wurden beispielsweise 2,5 Gramm VERISOL täglich untersucht.

Bei gelenkbezogenen Untersuchungen wurden häufig 5 Gramm spezifische Kollagenpeptide eingesetzt.

Bei Untersuchungen zu Sehnen und Bändern wurden ebenfalls 5 Gramm spezifische Kollagenpeptide täglich verwendet.

Deshalb sollte beim Vergleich von Kollagenpulvern nicht nur gefragt werden:

„Wie viele Gramm Kollagen enthält eine Portion?“

Die aussagekräftigeren Fragen lauten:

„Welche Kollagenpeptide sind enthalten?“

„Welche Menge genau dieses Peptids wurde wissenschaftlich untersucht?“

„Für welchen Zielbereich wurde dieser Rohstoff untersucht?“

„Und über welchen Zeitraum wurde diese Dosierung verwendet?“

Erst aus diesen Informationen lässt sich die Grammzahl eines Kollagenprodukts sinnvoll einordnen.

Weiterführende UltraMed-Ratgeber

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Wissenschaftliche Quellen und weiterführende Informationen

VERISOL / Haut:

PubMed: 2,5 g und 5 g spezifische Kollagenpeptide und Hautelastizität

PubMed: 2,5 g VERISOL, Augenfalten und dermale Matrix

GELITA: VERISOL

Gelenke / FORTIGEL:

PubMed: 5 g spezifische Kollagenpeptide bei sportlich aktiven Personen

PubMed: 5 g täglich bei jungen körperlich aktiven Erwachsenen

PubMed: 5 g täglich bei funktionellen Knie- und Hüftbeschwerden

GELITA: FORTIGEL

Sehnen und Bänder / TENDOFORTE:

PubMed: 5 g spezifische Kollagenpeptide bei chronischer Sprunggelenksinstabilität

PubMed: Spezifische Kollagenpeptide in Kombination mit Training bei Achillessehnenbeschwerden

GELITA: TENDOFORTE

Zum Vergleich:

PubMed: Untersuchung mit 10 g Kollagenpeptiden täglich

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Die dargestellten Studienergebnisse beziehen sich auf die jeweils untersuchten spezifischen Kollagenpeptide, Dosierungen und Personengruppen. Sie lassen sich nicht automatisch auf jedes Kollagenprodukt oder jede Person übertragen. Die auf einem Nahrungsergänzungsmittel angegebene Verzehrempfehlung sollte eingehalten werden. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.

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