Kann man Kollagen dauerhaft einnehmen? Ist eine Pause nötig?
Für eine regelmäßige Einnahme von Kollagenpeptiden gibt es keine allgemein etablierte Regel, nach der nach einigen Wochen zwingend eine Pause eingelegt werden müsste. In klinischen Studien wurden Kollagenpeptide meist über mehrere Wochen bis Monate täglich eingenommen. Untersuchungen über eine jahrelange kontinuierliche Einnahme sind jedoch deutlich seltener.
Deshalb gilt: Eine Einnahmepause ist nicht automatisch erforderlich – gleichzeitig lässt sich aus den bisherigen Studien nicht ableiten, dass jede Dosierung und jedes Kollagenprodukt bedenkenlos über viele Jahre eingenommen werden sollte.
Kann man Kollagen jeden Tag einnehmen?
In den meisten klinischen Untersuchungen zu Kollagenpeptiden erfolgte die Einnahme täglich.
Dabei unterscheiden sich die untersuchten Mengen und Zeiträume erheblich. Entscheidend ist auch, welcher Kollagenrohstoff eingesetzt wurde und welche Fragestellung untersucht werden sollte.
Bei Untersuchungen zu verschiedenen Hautparametern wurden spezifische Kollagenpeptide beispielsweise über acht Wochen täglich eingesetzt. Andere Studien zu Gelenken, Sehnen oder Bändern liefen über zwölf Wochen, mehrere Monate oder ein halbes Jahr.
Die Studien untersuchen damit in erster Linie eine regelmäßige Einnahme über einen definierten Zeitraum – nicht eine gelegentliche Einnahme nur an einzelnen Tagen.
Muss man bei Kollagen Einnahmepausen machen?
Eine wissenschaftlich festgelegte Regel wie „drei Monate Kollagen, danach vier Wochen Pause“ gibt es nicht.
Solche Einnahmezyklen werden zwar teilweise im Internet empfohlen, sie lassen sich aber nicht als allgemeine Vorgabe aus den verfügbaren klinischen Studien ableiten.
Die meisten Studien arbeiten vielmehr mit einer kontinuierlichen täglichen Einnahme während des jeweiligen Untersuchungszeitraums.
Ob nach diesem Zeitraum weiter supplementiert werden sollte, hängt von mehreren Faktoren ab:
– dem verwendeten Produkt
– der täglichen Menge
– dem Ernährungszustand
– dem individuellen Ziel der Einnahme
– möglichen Vorerkrankungen oder Unverträglichkeiten
Wer ein Nahrungsergänzungsmittel dauerhaft verwenden möchte, sollte deshalb auch die gesamte Ernährung und die übrige Supplementierung berücksichtigen.
Wie lange wurde Kollagen in Studien eingenommen?
Die klinische Forschung arbeitet mit sehr unterschiedlichen Zeiträumen.
Eine randomisierte, placebokontrollierte Studie mit VERISOL® untersuchte beispielsweise 2,5 g spezifische bioaktive Kollagenpeptide täglich über acht Wochen. Die Hautparameter wurden nach vier und acht Wochen sowie teilweise noch vier Wochen nach Ende der Einnahme untersucht.
Eine weitere kontrollierte Untersuchung verwendete 2,5 g beziehungsweise 5 g spezifische Kollagenpeptide ebenfalls über acht Wochen und untersuchte unter anderem Hautelastizität und Hautfeuchtigkeit.
Bei Gelenkbeschwerden gibt es dagegen Untersuchungen mit einer Einnahmedauer von sechs Monaten. In einer randomisierten Doppelblindstudie nahmen 200 Personen Kollagenhydrolysat oder Placebo über diesen Zeitraum ein.
→ 6-Monats-Studie bei PubMed ansehen
Auch im Bereich Sehnen wurden längere Untersuchungszeiträume verwendet. Eine Pilotstudie zu Achillessehnenbeschwerden untersuchte spezifische Kollagenpeptide zusammen mit einem Trainingsprogramm über insgesamt sechs Monate.
→ Studie zu Kollagenpeptiden und Achillessehne ansehen
Diese Beispiele zeigen: Die Einnahmedauer richtet sich nach Forschungsfrage und verwendetem Kollagenpeptid. Es gibt nicht den einen Studienzeitraum, der für jedes Kollagenprodukt gilt.
Wie lange sollte man Kollagen mindestens einnehmen?
Auch dafür gibt es keine universelle Mindestdauer.
Viele Studien untersuchen Zeiträume von acht bis zwölf Wochen, weil Veränderungen biologischer Strukturen nicht unmittelbar nach der ersten Einnahme beurteilt werden können.
Das bedeutet allerdings nicht, dass jedes Kollagenprodukt automatisch nach acht oder zwölf Wochen einen bestimmten Effekt hervorruft.
Studienergebnisse sind immer abhängig vom konkret untersuchten Kollagenpeptid, der Dosierung, der untersuchten Personengruppe und dem jeweiligen Endpunkt.
Einen ausführlichen Vergleich der in Studien verwendeten Zeiträume findest du hier:
→ Wie lange dauert es, bis Kollagen wirkt?
Was passiert, wenn man Kollagen wieder absetzt?
Zu dieser Frage gibt es wesentlich weniger Daten als zur Einnahme selbst.
Interessant ist eine Studie mit spezifischen Kollagenpeptiden, bei der die Teilnehmerinnen nach acht Wochen Einnahme noch vier weitere Wochen ohne Supplementierung untersucht wurden.
Bei einem untersuchten Hautparameter war der zuvor beobachtete Unterschied gegenüber Placebo auch vier Wochen nach der letzten Einnahme noch statistisch nachweisbar.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Effekte einer Kollageneinnahme dauerhaft bestehen bleiben. Die Studie untersuchte lediglich einen relativ kurzen Zeitraum nach dem Absetzen.
→ Studie mit vierwöchiger Nachbeobachtung
Für die Frage, was viele Monate oder Jahre nach dem Absetzen passiert, lässt sich daraus keine sichere Aussage ableiten.
Gewöhnt sich der Körper an Kollagen?
Für eine klassische Gewöhnung oder Abhängigkeit, wie sie etwa bei bestimmten Arzneimitteln auftreten kann, gibt es bei Kollagenpeptiden keinen entsprechenden Mechanismus.
Kollagenpeptide liefern nach der Verdauung vor allem Aminosäuren und kleinere Peptide. Sie werden nicht dauerhaft im Körper gespeichert, nur weil sie regelmäßig als Nahrungsergänzung aufgenommen werden.
Daraus folgt aber ebenfalls nicht, dass eine dauerhafte Supplementierung grundsätzlich notwendig wäre. Der Körper bildet Kollagen selbst und benötigt dafür unter anderem ausreichend Protein beziehungsweise Aminosäuren sowie verschiedene Mikronährstoffe.
Welche Rolle spielt Vitamin C bei der Kollagenbildung?
Vitamin C besitzt eine wissenschaftlich anerkannte Funktion bei der körpereigenen Kollagenbildung.
Der zugelassene Health Claim lautet:
Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut und des Knorpels bei.
Dieser Zusammenhang ist in der europäischen Health-Claims-Verordnung festgelegt.
→ EU-Verordnung zu zugelassenen Health Claims
Mehr dazu erklären wir ausführlich hier:
→ Kollagen und Vitamin C: Warum ist die Kombination sinnvoll?
Wer Kollagen regelmäßig einnehmen möchte: Worauf sollte man achten?
Gerade bei einer regelmäßigen Einnahme lohnt sich ein genauer Blick auf das Produkt.
Nicht allein die Gesamtmenge auf der Vorderseite der Verpackung sollte entscheidend sein. Ebenso wichtig ist, welche Kollagenpeptide eingesetzt werden und in welchen Mengen sie in der Tagesportion enthalten sind.
Der UltraMed Beauty+ Collagen Complex kombiniert drei definierte Kollagenpeptide von GELITA:
2,5 g VERISOL®
5 g FORTIGEL®
5 g TENDOFORTE®
Eine Tagesportion liefert insgesamt 12,5 g Kollagenpeptide sowie Vitamin C. Das Pulver ist geschmacksneutral und für die tägliche Verwendung entsprechend der Verzehrempfehlung konzipiert.
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Ist eine dauerhafte Kollageneinnahme gut untersucht?
Hier ist eine wichtige Unterscheidung notwendig.
Für eine Einnahme über mehrere Wochen und Monate existieren zahlreiche klinische Untersuchungen. Eine aktuelle systematische Auswertung randomisierter Studien zur Hautgesundheit kommt beispielsweise zu dem Ergebnis, dass hydrolysiertes Kollagen in den eingeschlossenen Studien insgesamt gut vertragen wurde und unerwünschte Ereignisse selten waren.
Gleichzeitig weisen solche Übersichtsarbeiten darauf hin, dass sich Studien hinsichtlich Produkt, Dosierung, Teilnehmern und Untersuchungsdesign teilweise deutlich unterscheiden.
→ Systematische Übersichtsarbeit bei PubMed
Deutlich weniger untersucht ist hingegen die tägliche Einnahme desselben Kollagenprodukts über viele Jahre.
Deshalb wäre die Aussage „Kollagen kann lebenslang ohne Bedenken eingenommen werden“ wissenschaftlich zu weitgehend.
Ist eine höhere Kollagendosis automatisch besser?
Nein.
Bei Kollagenpeptiden sollte die Dosierung nicht nach dem Prinzip „mehr ist immer besser“ beurteilt werden.
Unterschiedliche Studien verwenden unterschiedliche Mengen. Bei spezifischen Kollagenpeptiden kann die untersuchte Tagesmenge beispielsweise 2,5 g oder 5 g betragen, während andere Untersuchungen höhere Mengen einsetzen.
Entscheidend ist deshalb immer, welcher konkrete Rohstoff in welcher Menge untersucht wurde.
Unser ausführlicher Dosierungsvergleich:
→ Wie viel Kollagen sollte man täglich einnehmen?
Wer sollte eine langfristige Einnahme vorher abklären?
Bei gesunden Erwachsenen werden Kollagenpeptide in klinischen Studien im Allgemeinen gut vertragen. Dennoch gibt es Situationen, in denen eine individuelle medizinische Rücksprache sinnvoll ist.
Das betrifft insbesondere Menschen mit bekannten Erkrankungen, speziellen Ernährungsvorgaben, Allergien gegen die verwendete tierische Quelle sowie Personen, die regelmäßig Medikamente einnehmen.
Auch während Schwangerschaft und Stillzeit sollte die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln im Zweifel medizinisch abgeklärt werden, da diese Personengruppen in vielen klinischen Kollagenstudien nicht untersucht wurden.
Fazit: Muss man bei Kollagen eine Pause machen?
Eine zwingende Einnahmepause nach einigen Wochen oder Monaten lässt sich aus der aktuellen Studienlage nicht ableiten.
Kollagenpeptide wurden in klinischen Untersuchungen häufig täglich über Zeiträume von acht oder zwölf Wochen und teilweise über sechs Monate eingesetzt.
Gleichzeitig fehlen umfangreiche Daten zur kontinuierlichen Einnahme ein und desselben Produkts über viele Jahre.
Wer Kollagen regelmäßig verwendet, sollte deshalb vor allem auf eine transparente Zusammensetzung, nachvollziehbare Dosierung und die Verzehrempfehlung des jeweiligen Produkts achten.
Eine künstliche Regel wie „nach drei Monaten muss man vier Wochen pausieren“ ist wissenschaftlich nicht allgemein begründet.
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Häufige Fragen zur dauerhaften Kollageneinnahme
Kann man Kollagen 365 Tage im Jahr einnehmen?
Es gibt keine allgemein anerkannte Regel, nach der Kollagenpeptide nach einer bestimmten Anzahl von Wochen zwingend pausiert werden müssten. Die meisten klinischen Studien untersuchen jedoch Zeiträume von Wochen oder Monaten und nicht eine jahrelange tägliche Einnahme.
Muss man nach drei Monaten Kollagen eine Pause machen?
Eine allgemeine wissenschaftliche Vorgabe für eine Pause nach exakt drei Monaten gibt es nicht. Entscheidend sind Produkt, Dosierung, Verzehrempfehlung und die individuelle Situation.
Was passiert, wenn man Kollagen nicht mehr nimmt?
Es sind keine typischen Entzugserscheinungen zu erwarten. Wie lange einzelne in Studien beobachtete Veränderungen nach dem Absetzen bestehen bleiben, ist jedoch nur begrenzt untersucht.
Kann der Körper sich an Kollagen gewöhnen?
Eine klassische Abhängigkeit oder Gewöhnung wie bei bestimmten Wirkstoffen ist für Kollagenpeptide nicht bekannt. Nach der Einnahme werden die enthaltenen Proteine und Peptide verdaut und weiterverarbeitet.
Ist Kollagen als Kur oder dauerhaft besser?
Für die Annahme, dass eine kurartige Einnahme grundsätzlich besser ist als eine kontinuierliche Einnahme, gibt es keine allgemeingültige wissenschaftliche Grundlage. Klinische Studien verwenden meist eine tägliche Einnahme über einen festgelegten Untersuchungszeitraum.
Wie lange sollte man Kollagen ausprobieren?
Viele klinische Studien untersuchen Zeiträume von acht bis zwölf Wochen. Die passende Dauer lässt sich jedoch nicht unabhängig vom verwendeten Kollagenpeptid und dem Untersuchungsziel festlegen.
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Bei Erkrankungen, Schwangerschaft, Stillzeit, Allergien oder der regelmäßigen Einnahme von Medikamenten sollte die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln gegebenenfalls mit einer medizinischen Fachperson abgestimmt werden.